2. Berufsausbildung, saaris - modellprojekt inge

2. Berufsausbildung

Sie möchten Ausbildungsbedingungen optimieren?

Sie möchten die Abbruchquote reduzieren?

Sie möchten Ausbildende für die interkulturelle Ansprache sensibilisieren?

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MODUL: Migrantenorientierter Förderunterricht während der generalistischen Pflegeausbildung

Menschen mit Migrationshintergrund werden im Rahmen der gesamten generalistischen Pflegeausbildung zielgerichtet durch einen zusätzlichen Förderunterricht unterstützt, der über Maßnahmen der Arbeitsverwaltung in Form von ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) hinausgeht.

Zielsetzung:

  • Allgemeine und berufsbezogene Deutsch-Sprachförderung
  • Förderung des Lese-, Schreib- und Textverständnisses
  • Stärkung berufsbezogener Alltagskompetenzen
  • Abbau von Sprachbarrieren und Kommunikationshindernissen
  • Abbau von Prüfungs- und Versagensängsten
  • Sensibilisierung von Fach- und Sprachlehrenden bzw. Praxisanleitungen bei der Anwendung von Sprache
  • Prüfungsvorbereitung für Fach- und Sprachlehrende durch Simulation gezielter Prüfungsszenarien

Maßnahme:

  • 3-stündiger Förderunterricht pro Woche (Kleingruppenmodell)
  • umfangreiche Lernbetreuung, Unterrichts- und Prüfungsvorbereitung
  • Training von fachlichen und sprachlichen Wissensinhalten
  • zielgerichtete und strukturierte Einbindung sprachunterstützender Lerninhalte in die Lernfelder des Rahmenlehrplans und den Ausbildungsalltag
  • Erhebungen von Sprachbedarfsanalysen von Fach- und Sprachlehrenden bzw. Praxisanleitungen (Multiplikatorenmodell)
  • Workshops zur Sensibilisierung der Deutschsprachförderung
  • Didaktisierte Arbeitsmaterialien, z. B. „Praxishilfe Pflege

MODUL: Qualifizierung und Einsatz von interkulturell fortgebildeten Praxisanleitenden

Zur Stärkung der Diversity-Kompetenz in den Ausbildungseinrichtungen werden Praxisanleitende im Bereich interkultureller Interaktion sensibilisiert. Ein Zertifikat („Fachkraft für interkulturelle Praxisanleitung in der Pflege“) schließt diese Qualifizierungsmaßnahme ab.

Zielsetzung:

  • Förderung von Anleitungssituationen und effektiver Integration von ausländischen Pflegefachkräften ins Team
  • Förderung einer kultursensiblen Betreuung von ausländischen zu Pflegenden

Maßnahme:

  • 4-wöchige Fortbildung für Praxisanleitende
  • systematische und durchgehende Betreuung der Auszubildenden während der Praxiseinsätze in den Einrichtungen
  • Vermittlung spezieller Lerninhalte und Coaching-Methoden für den Umgang mit Geflüchteten bzw. anderen Kulturen

MODUL: Integrierte Interkulturelle Pflegeausbildung

Das Konzept der „Integrierten Interkulturellen Pflegeausbildung“ ergänzt den jeweils für die Ausbildung geltenden Rahmenlehrplan; um sprachliche und interkulturelle Lerneinheiten. Die Umsetzung erfolgt während des theoretischen Unterrichts der Ausbildung, unter Berücksichtigung methodisch/didaktischer und pflegepädagogischer Zielsetzungen.

Zielsetzung:

  • Sicherung des Ausbildungs- und Integrationserfolges
  • Stärkung des transkulturellen Verständnisses in interkulturell gemischten Teams und in der Versorgung von zu Pflegenden
  • Sprachförderung über das Deutsch-B2-Sprachniveau hinaus
  • Integration durch Austausch und Selbstreflexion
  • Sensibilisierung für die Wichtigkeit von Kulturverständnis im Gesundheitswesen

Maßnahmen:

  • Zielgerichtete und strukturierte Einbindung soziokultureller Lerninhalte in die einzelnen Lernfelder des Rahmenlehrplans sowie in den Ausbildungsalltag
  • Sozialpädagogische Unterstützung und Betreuung der Auszubildenden
  • Transkultureller Kompetenzerwerb für Lehrkräfte durch Fort- und Weiterbildungen
  • Deutsch-Spracherwerb zur Integration und beruflichen Qualifizierung

MODUL: AZAV-Zertifikatslehrgang – Häusliche Betreuung (gem. §§ 43b, 53c SGB XI)

Der Teilzeitlehrgang ist als niederschwelliger Einstieg für Teilnehmende mit zeitlichen Einschränkungen aufgrund von Erziehungsverpflichtungen konzipiert. Nach erfolgreichem Abschluss ist ein sofortiger Einstieg ins Arbeitsleben möglich oder auch eine darauf aufbauende Aufstiegsqualifikation.

Zielsetzung:

  • Vermittlung von grundlegenden Inhalten der Hauswirtschaft, der ambulanten Betreuung und Versorgung einschließlich der Grundpflege
  • Vermittlung interkultureller Kompetenzen: geltende Regeln, Normen, gesellschaftliche Werte, hiesige Gewohnheiten der Haushalts- und Lebensführung
  • Vermittlung berufsbezogener Sprachförderung, orientiert am Spezialmodul Deutsch-B2 nach DeuFöv
  • Beitrag zur Sicherung des Unterstützungsbedarfs in der häuslichen Versorgung

Maßnahme:

  • 7-monatige Qualifizierungsmaßnahme: 6 Monate Präsenzunterricht und zwei 14-tätige Hospitationen zum Kennenlernen des praktischen Berufsalltags
  • in Teilzeit mit Abschlusszertifikat

MODUL: Unterstützungsleistungen für die Ausbildung in „Haushaltsführung und ambulante Betreuung“ (HAB

Während und außerhalb des Regelunterrichts werden ergänzende stabilitäts- und erfolgsfördernde Maßnahmen durchgeführt. Hierzu zählen eine Deutschförderung durch den Einsatz von Instrumenten des Integrierten Fach- und Sprachenlernens (IFSL) und  begleitende soziale Integrationsangebote.

Zielsetzung:

  • Stabilisierung des Lernerfolgs
  • Vermeidung bzw. Reduzierung von Abbrecherquoten
  • erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung

Maßnahme:

  • unterstützende Maßnahme zum Regelunterricht in der Ausbildung „Haushaltsführung und ambulante Betreuung“
  • Nutzung von Instrumente des IFSL zur Deutschförderung
  • zusätzliche Betreuung durch eine sozialpädagogische Fachkraft bei Bedarf

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